Pflanzen am 20. Juni

Der Blick in die Anlage

Es ist ein Urwald geworden. Wenn ich das Gewächshaus betrete, muss ich zuerst Zucchini- und Tomatenblätter und -triebe zur Seite schieben. Ich komme kaum noch durch bis zum Fischbecken. Pflanzen, Blüten und Früchte wachsen fabelhaft und sind schon jetzt viel größer als ich es erwartet hätte. Aber es sind auch Probleme in Sicht.

Es folgt wieder eine Serie von Impressionen aus dem Inneren der kleinen Anlage. Vorher jedoch noch zu den Problemen:

Nitratengpass steht bevor

Während des Aufbaus der Anlage hatte ich die Gelegenheit durch spärliche Wasserwechsel im Aquariumwasser einen Nitratgehalt von ca. 75mg/l anzusammeln. Für die Fische ist dieser Anteil völlig ungefährlich. Das Wasser habe ich mit den Fischen in die Anlage gegeben. Da die Anzahl der Fische mit 17 jedoch noch vergleichsweise niedrig liegt, wurde der Nitratpuffer durch die starke Entwicklung der Pflanzen langsam aufgezehrt. Die letzte Messung ergab einen Wert von gerade 10mg/l Nitrat. Deshalb sollen bald weitere Fische einziehen, damit mehr Futter zu Nitrat umgewandelt werden kann. Natürlich sind diese Fische dann noch nicht allzu groß, deshalb wird sich der Nitratpuffer erst langsam aufbauen. Möglicherweise könnten die Pflanzen in der Zwischenzeit an Nährstoffmangel leiden. Natürlich kommt bei einer Aquaponikanlage die klassische Düngung nicht in Frage. Die Fische im System sind damit gleichzeitig auch Garant dafür, dass keine chemischen Dünger zugesetzt werden. Sie würden sofort darunter leiden.

Nützlinge gegen Schädlinge

Dass die Blattläuse wieder aufgetaucht sind und sich vermehrt haben, wundert mich nicht sonderlich. Außerdem habe ich im Salat Fruchtfliegen gesehen. Es wird nun also doch ernst, also werde ich Nützlinge beschaffen, in diesem Fall werden es wohl Marienkäfer oder deren Eier bzw. Larven sein. Wenn ich sie aussetze werde ich dies natürlich hier dokumentieren.

 

 

Der Blick in die Anlage
Der Blick in die Anlage

 

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