Die Aquaponik-Anlage

Aquaponikanlage

Bisher habe ich ja nur einzelne Komponenten der Anlage besprochen aber noch keinen Überblick über die gesamte Anlage gegeben. Das will ich nun nachholen so gut es geht.

 

 

 

Das Gewächshaus

gehört mit etwa 5 Quadratmetern zu den keinsten, leichtesten und auch preiswertesten die zur Auswahl standen (Bezug über ebay für ca. 120,- Euro). Ein Vorteil war beim Aufbau, dass wir das komplette Haus als Haube abnehmen konnten, um besser an der Anlage bauen zu können.

Da das Haus jedoch in der Höhe sehr klein war, habe ich noch einen Sockel aus Holzrahmen, mit Styroporfüllung und Teichfolie mit einer Höhe von 28 cm gebaut.

Das Gewächshaus bislang noch ohne Sockel

 

Die Anlage

Es begann mit der Überlegung, wie viel Growbed-Fläche ich bei der Wasser- bzw. Fischmenge eines IBC-Tanks zur Verfügung habe und habe das Volumen so lange hin und her geschoben, bis es den Maßen entsprechend in ein kleines Gewächshaus passte. Die Pflanzenbeete nehmen dabei beide Seiten im Gewächshaus vollständig ein und darunter steht der IBC-Tank, so dass in der Mitte noch 60cm an Arbeitsfläche frei bleiben.

Seitlicher Querschnitt der Anlage mit Growbeds und IBC-Tank
Seitlicher Querschnitt der Anlage mit Growbeds und IBC-Tank

 

Die Growbeds (Pflanzbeete)

Die Kästen (2,40m x 65cm) bestehen aus zugeschnittenen und an den Kanten (Feder/Nut) verleimten, sowie verschraubten OSB-Platten. Die Rahmen unter den Kästen wurden aus gehobelten 40 x 60 mm Latten zusammen geschraubt und mit Winkeln verstärkt. Die Beine bestehen aus gehobelten 8 x 8 cm Balken. Beide Kästen haben 5 Beine, jeweils auf der Innenseite ein drittes Bein und an den Hinterseiten zusätzliche quer verlaufende Lattenverstrebungen.

Pflanzbeet ohne Folie mit Verrohrung
Pflanzbeet ohne Folie mit Verrohrung
Growbed von unten mit sichtbarem Lattenrahmen
Growbed von unten mit sichtbarem Lattenrahmen

Folie

Zunächst wurden die Innenseiten der Holzkisten mit Vlies ausgeschlagen. In Bahnen wurde das Vlies zugeschnitten und mit Doppelklebeband zugeschnitten. Dann folgte die 1 mm dicke Teichfolie. Zunächst hineinlegen und anpassen. Nahezu alle Falten ließen geschickt einschlagen, so dass die Folie am Ende überall glatt anlag.

Teichfolie wird eingelegt und mit Wasser beschwert
Teichfolie wird eingelegt und mit Wasser beschwert
Folie noch ohne den Durchbruch des Siphons
Folie noch ohne den Durchbruch des Siphons

Damit die Folie gut anliegt, wurde zunächst Wasser eingefüllt und erst nachdem sichergestellt war, dass die Folie nirgends auf Spannung steht, wurde sie umgeschlagen und außen per Tacker befestigt. Nach dem Abschneiden der überstehenden Folie wurden die Folienränder zusätzlich an der Holzwand mit Textilband (Gaffer-Tape) festgeklebt, so dass man nicht ständig an den Folienkanten hängen bleibt.

Dann wurde die Wassertechnik installiert.

Siphon-Durchbruch

Lange habe ich überlegt, wie ich das Loch in der Folie abdichten soll, am Durchbruch für das Siphon. Dann habe ich entschieden, dass ich es ganz schlicht wie beim Aquarium mache. Nur, dass ich anstatt einer dicken Glasscheibe eine Holzplatte habe mit einer Folie zuoberst.

Damit die Folie glatt anliegt und da die OSB-Platten durch ihre Bauweise uneben sind, habe ich um die Bohrung durch die Platte einen Kreis mit Karosseriespachtel bestrichen und geglättet. Sie ist plastisch, so dass sich die Folie gut anschmiegt.

 

 

Die Tankverschraubung von unten mit Dichtung und Spachtelung
Die Tankverschraubung von unten mit Dichtung und Spachtelung

 

Pumpen, Heizung und Schaltuhren

Obwohl die beiden Pumpen unterschiedlich aussehen haben sie die gleichen Leistungsmerkmale. Auch die Verpackung war exakt gleich, deshalb vermute ich, der Hersteller (Heissner) hat in der Modellreihe das Gehäuse gewechselt und bei meinem Einkauf habe ich exakt die beiden unterschiedlichen Gehäusemodelle erwischt. Es folgen die technischen Daten der Pumpen.

Verwendet wurde 2 mal das Modell Heissner Smartline

– 220 Volt
– max. 1.600l/h
– ca. 30mA
– 20 bis 25 Watt

Die Pumpen brauchen exakt 8 Minuten um das jeweilige Growbed komplett mit Wasser zu füllen, bis das Siphon einsetzt und das Growbed wieder leer läuft.

Die beiden 1.600l/h Pumpen
Die beiden 1.600l/h Pumpen

 

Bei der Heizung handelt es sich um einen 300 Watt Schego-Heizer mit externem Fühler und Steuergerät. Es ist allerdings nicht geplant, die komplette Beheizung der Anlage über das Wasser vorzunehmen, sondern zusätzlich noch eine Solarthermie-Anlage für den Winter einzusetzen. Dazu jedoch später.

Steuergerät des Schego-Heizers, momentane Stellung bei 23 Grad
Steuergerät des Schego-Heizers, momentane Stellung bei 23 Grad

Als Schaltuhren habe ich zwei preiswerte digitale Schaltuhren für 8,- Euro beim Baumarkt erstanden. Allerdings muss man bei gerade diesen Schaltuhren aufpassen, dass genügend Schaltzeiten pro Tag möglich sind, denn es gibt Schaltuhren, die nur 4 Schaltvorgänge am Tag durchführen können.

Die Schaltzeiten sind pro Growbed einmal pro Stunde, d.h.

Schaltzeiten linkes Growbed:
8 Uhr morgens ein, 8:15 aus, 9 Uhr ein, 9:15 aus usw. bis 23 Uhr.

Schaltzeiten rechtes Growbed:
8:30 Uhr morgens ein, 8:45 aus, 9:30 Uhr ein, 9:45 aus usw. bis 23:30 Uhr.

Die Schaltuhr mit 16 Schaltzeiten (ein/aus) pro Tag
Die Schaltuhr mit 16 Schaltzeiten (ein/aus) pro Tag

22 Gedanken zu „Die Aquaponik-Anlage

  1. Super, das ist ja mal richtig hilfreich. Ich plane der Zeit auch ein AP-System und meine bisherigen Gedanken ähneln schon recht stark deinem realisierten System. Ich habe gesehen, dass du auch im AP-Forum unterwegs bist. Verlibke doch mal von dort auf diese Seite hier. Übrigens, ich möchte versuchen den Siphondurchbruch mit einem sog. Folienflansch dicht zu machen. Hast du damit erfahrung?

    1. Hallo Tilapiator,
      ja stimmt, ich muss mal meine Daten im Forum aktualisieren und mich dort mal wieder breit machen. Folienflansch geht natürlich auch, aber Erfahrung habe ich damit keine, aber ich glaube, dass das eine sichere Lösung ist.

      1. Ich betreibe meine grow beds jetzt im 2. Jahr. Im Winter waren die zerlegt. Die mitgelieferte Gummidichtung der Tankflansche haben sich bis jetzt als wasserdicht erwiesen, wobei ich EDPM Folie verwende (etwas dicker und weicher als PVC)

        Folienflansche habe ich bisher nur als Zubehoer fuer den Teichbau gesehen.

        1. Hallo Kurt,
          ja ich denke auch dass es mit der Gummidichtung und dem Tankverschluss geht. Deshalb habe ich einen Folienflansch auch nicht notwendig gefunden. Aus meiner Sicht wäre es eher ein Nachteil, weil ich die Tankverschraubung für ziemlich optimal halte.

  2. Hallo Stephan Senfberg,

    hast Du einmal eine Kosten- Nutzen- Rechnung gemacht? Das würde mich sehr interessieren, wie viel Du insgesamt für Anlage etc, ausgegeben hast und im Gegenzug wie viel geerntet. Die Freude des selbst geschaffenem nicht mitgerechnet.
    Danke und Grüße
    Gurdula

    1. Hallo Gurdula,
      entschuldige, dass ich deine Frage zunächst übersehen habe. Ja natürlich, ich habe den gesamten Ertrag dokumentiert und kann somit sagen, dass sich eine Anlage in dieser Größenordnung im Kosten-/Nutzenverhältnis nicht lohnt. Allerdings hat mir das Experiment mit dieser kleinen Anlage gezeigt, dass sich Aquaponik lohnt. Denn wenn ich meinen unoptimierten Ertrag nur einfach auf mehr Fläche hochrechne, ist Aquaponik sowohl für Selbstversorger als auch für die Landwirtschaft interessant. Wir haben einmal ausgerechnet, dass schon eine 30qm große Anlage sehr ergiebig sein kann. Das wäre das 10fache meiner Anlage und somit 145kg gemüse u. 80Kg Fisch.

      Viele Grüße
      Stephan

      1. Ich versuche gerade hochzurechnen wie das mit dem jährlichen Ertrag einer Aquaponik-Anlage aussieht. Sie haben erwähnt – 30qm Anbaufläche – also ca. 145kg Gemüse und 80kg Fisch pro Jahr?! Natürlich ist es von Anlage zu Anlage unterschiedlich aber kann man das als Richtwert nehmen?
        Liebe Grüße

        1. Liebe Frau Flaszynska, bitte entschuldigen Sie die lange Leitung, ich hatte ihren Kommentar zunächst übersehen, bzw. er ging etwas in Spam-Kommentaren unter. Sie haben Recht, so kann man es rechnen, allerdings sagt es nicht so viel aus. Je nachdem, ob ich Tomaten anpflanze, die schwer sind, oder Kräuter, die wesentlich leichter sind. Und ich muss dazu sagen, dass ich die Anlage nicht „optimiert“ betrieben habe, d.h. keine optimalen Temperaturen, keine Intensiv-Fütterung und vom Mix her meist weniger schwere Tomaten oder andere stark wasserhaltige Gremüsesorten. Stattdessen kann man auch Die Anbaufläche hochrechnen. Je nach Gemüse kann man sich dann die Erträge pro qm Anbaufläche heraussuchen. Bei mir kamen auf 600 Liter und 3,4qm Anbaufläche. Bei 145kg für 34qm wäre es das Gewicht für einen Mix von allem in einer denkbar schlecht optimierten saisonal betriebenen Anlage, ja.

  3. Hallo Stephan Senfberg,

    herzlichen Dank für Ihre tolle Homepage und die detaillierten Informationen zu Ihrer Anlage.

    Ich bin momentan in der Planung einer ähnlichen Anlage auf einer Dachterrasse und hätte noch ein paar Fragen.

    1. Wieviel Wasser befindet sich in Ihrem IBC Wassertank?

    2. Haben Sie weiterhin 17 Tilapia mit je 20cm Größe in dem Tank?

    3. Wie hoch ist die durchschnittliche Wassertemperatur?

    4. Sie hatten die Planung einer Solarthermie-Anlage erwähnt, haben Sie etwas dieser Art mittlerweile in Betrieb und wenn ja, wie sieht dies konkret aus und wie regeln Sie die Temperatur (ich habe mir eine Wassererwärmung dieser Art vorgestellt: http://www.pvc-profi.de/poolshop/images/product_images/own_picture/200meter_schnecke.jpg)?

    5. Sie erwähnten, dass Sie die Fische in einem Aquarium überwintern. Wie groß ist dieses?

    6. Mit was füttern Sie Ihre Tilapias? Ausschließlich mit „Fischpellets“ und wenn ja mit welchem?

    7. Haben Sie einen groben Richtwert wieviel kWh Sie im Jahr bzw. in einer Periode für Ihre Anlage benötigen (Heizung und Pumpen)?

    8. Hatten die Fisch jemals Krankheiten durch die Haltungsbedingungen?

    Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die vielen Fragen beantworten könnten.

    Herzlichen Dank und nochmal ein großes Lob zu der fabelhaften Homepage!

    Freundliche Grüße Dominic SUB

    1. Hallo Dominic,
      danke für das Lob und danke für die Fragen, die ich gerne beantworte:

      1. Wieviel Wasser befindet sich in Ihrem IBC Wassertank?

      – Etwa 600 Liter (oberes Drittel abgeschnitten, Gesamtvolumen 1000 Liter)

      2. Haben Sie weiterhin 17 Tilapia mit je 20cm Größe in dem Tank?

      – Momentan ist der Tank leer und es sind momentan ca. 25 Fische (ca 10 bis 20cm) im Aquarium, wobei diese Fische im Frühjahr wieder raus in die Anlage sollen.

      3. Wie hoch ist die durchschnittliche Wassertemperatur?

      – Draußen ca. 22-24 Grad, drinnen ca. 24-26 Grad Celsius.

      4. Sie hatten die Planung einer Solarthermie-Anlage erwähnt, haben Sie etwas dieser Art mittlerweile in Betrieb und wenn ja, wie sieht dies konkret aus und wie regeln Sie die Temperatur (ich habe mir eine Wassererwärmung dieser Art vorgestellt: http://www.pvc-profi.de/poolshop/images/product_images/own_picture/200meter_schnecke.jpg)?

      – Leider habe ich noch immer keine Solarthermie-Anlage. Das liegt daran, dass ich momentan vor dem Problem stehe, dass auch die Heizung im Haus eigentlich erneuert werden müsste (Ölheizung) und ich nicht nur für die Aquaponikanlage eine Lösung suchen möchte, sondern am liebsten für das ganze Haus. Diese Lösung mit den Schnecken ist schon mal ganz interessant und wird auch funktionieren. Man muss allerdings aufpassen, dass das Wasser im Schlauch nicht zu lange steht und dadurch zu heiss wieder zurück gepumpt wird (kann sehr heiss werden), es sei denn es gibt einen Sekundärkreislauf, der zunächst erhitzt wird und wiederum das Fischwasser gezielt aufheizt. Es gibt eine Bauanleitung mit einfachen (Heizungs-) Kupferrohren, die auf ein Brett montiert und mit Blechen versehen werden die man dann schwarz anstreicht. Aber hier gibt es viele interessante Lösungen, die auch nicht teuer sein müssen…

      Dieses Prinzip habe ich bereits verbaut gesehen und ich habe mich davon überzeugen können, dass selbst im Winter bei 4 Grad Außentemperatur immer noch 30 Grad Wassertemperatur im gut verpackten sekundär-Pufferspeicher waren: http://www.builditsolar.com/Experimental/PEXCollector/SmallPanelTests.htm

      Es gibt aber noch viele andere Bauarten, wie hier z.B. auch: http://www.thesietch.org/projects/solarthermalpanel2/index.htm
      Oder mit Doppelstegplatten: http://www.instructables.com/id/Build-your-own-flat-panel-solar-thermal-collector/

      5. Sie erwähnten, dass Sie die Fische in einem Aquarium überwintern. Wie groß ist dieses?

      – Ein Becken hat 600 Liter Inhalt und ein weiteres 300 Liter.

      6. Mit was füttern Sie Ihre Tilapias? Ausschließlich mit “Fischpellets” und wenn ja mit welchem?

      – Ausschließlich die vegetarischen Futterpellets von http://www.letsgrow.de

      7. Haben Sie einen groben Richtwert wieviel kWh Sie im Jahr bzw. in einer Periode für Ihre Anlage benötigen (Heizung und Pumpen)?

      – Ganz grob überschlagen: Pumpen 25kw/h, Heizer 349kw/h, Membrampumpe, Schaltuhren, etc. 388kw/h

      8. Hatten die Fisch jemals Krankheiten durch die Haltungsbedingungen?

      – Ich hatte nur ein einziges mal zu wenig Sauerstoff im Tank, weil nur noch wenig Wasser darin war. Durch ein verstopftes Siphon war der Fischtank fast ausgelaufen. Zum Glück habe ich es schnell bemerkt aber die Fische schnappten schon nach Luft. Ferner hatte ich einmal Pech mit einem Tiertransport, der zu lange brauchte und die Tiere wohl auch im Sommer nicht vor der Temperatur geschützt hatte, obwohl er teuer war und sich „Tiertransport“ schimpfte. Seitdem mache ich sämtliche Fischtransporte (Jungfische, etc.) per Mitfahrzentrale. Ich rufe den Fahrer an und frage ihn ganz offen und ehrlich, ob er meine Fische transportieren wird. Ähnlich wie beim Personentransport geht der Lieferant dann zum Abfahrtsort und ich komme zum Ankunftsort. Die Fischkiste kann eingesehen werden und es wird erklärt, wozu das ganze dient. Die Transportzeiten reduzieren sich damit auf die 3,5 Stunden reine Fahrzeit und alles läuft viel entspannter als mit einem Tiertransport, der womöglich nicht gut mit den Tieren umgeht.

      Viel Spaß bei Ihr Vorhaben. Wenn es Fragen gibt, gerne melden!
      Freundlichst Ihr Stephan Senfberg

      1. Wow, das ging ja schnell! Das hat mir für meine weitere Planung sehr geholfen. Vielen Dank!
        Freundliche Grüße Dominic

  4. Hallo Stephan Senfberg,

    als Heizung für Haus und Fischtank ist vielleicht ein „Biomeiler“ etwas. Vorausetzung: Platz für den Meiler, reichlich feine Holzhäcksel. Ich plane es für ein 200 qm Gewächshaus auch mit Aquaponic.

    Grüße Jörg

    1. Hallo Jörg,
      ja ein Biomeiler ist eine großartige Sache! Wenn man sie ans Laufen bringt und damit zurecht kommt. Hierzu gibt es auch viele Anleitungen und Experimente im Netz, aber ich habe das Gefühl, dass es leider oft bei dem Experiment bleibt. Dabei ist ein Bio-Meiler einer der vielen Wege, wie man Aquaponik auch energetisch nutzen kann. Hast du auch schon über die Kombination aus Solarthermie und Biogas nachgedacht? Ich finde die thermische Masse, die man alleine mit dem Fischwasser hat, bietet sich doch für eine thermische Nutzung an oder nicht? Ich denke dabei an den Ansatz vom „Passive Solar Greenhouse“, bei dem die Thermische Masse ebenfalls eine große Rolle spielt. Und Biogas, weil man ja Zellulose/Biomasse (in Form von Grünschnitt) UND Klärschlamm erzeugt. Ferner lässt sich bei Kraft-Wärme-Kopplung auch die Prozesswärme nutzen, womit für sämtliche Beheizung bereits gesorgt ist.

      Für das eigene Vorhaben wünsche ich viel Erfolg. Vielleicht liest man sich ja wieder, ich würde auch gerne mal über ein benachbartes Projekt berichten.

      Viele Grüße
      Stephan

  5. Hallo Stephan Senfberg,

    ein wirklich tolle und vor allem sehr informative Seite haben Sie da auf die Beine gestellt!
    Der Frühling steht bereits in den Startlöchern. Das Gewächshaus ist aufgebaut und jetzt plane ich die Pflanzenbecken.
    In Ihrem Blog habe ich leider nichts über das Fassungsvermögen ihrer Pflanzenbecken gefunden. Können Sie mir bitte die Höhe ihrer Pflanzenbecken nennen? Die anderen Maße habe ich gefunden … 😉

    Hat ihr Siphon die gleiche Höhe wie die Pflanzenbecken?

    Vielen Dank und viele Grüße – Stefan

    1. Hallo Stefan,
      vielen Dank für Ihren Kommentar! Danke für das Lob und es freut mich sehr, dass Sie gerade eine Aquaponikanlage bauen! Die Pflanzenbecken (2,40m x 65m x 30cm) fassen abzüglich Holz und restlicher Höhe bis zum Wasserstand jeweils etwa 345 Liter. Sie sind 30cm hoch, wobei der Kies bis etwa 28cm Höhe reicht. Das Siphon reicht bis ca 27,5 cm Höhe und bestimmt damit die Höhe des Wasserspiegels, also etwas unter dem Niveau der Kiesfüllung (ich achte darauf, dass das Wasser nicht über dem steht, da sich sonst eine Algenschicht oben auf dem Kies bildet.

      Alles Gute und viel Spaß mit Ihrer Anlage.
      Herzlichst, Ihr Stephan

  6. Hallo Herr Stephan Senfberg,
    mit grossem Interesse habe ich Ihren Bericht uebeer Ihre Aquaponik Anlage gelesen. Ich selbst wohne seit fast neun Jahren auf den Philippinen. Da wir im Garten ein leerstehendes Wasserbecken, ca.1,5,m/3 hatten, gerne Tilapien essen, hatten wir Anfang Mai beschlossen lebende Tilapien einzusetzen, damit wir immer frischen Fisch haben. Wir haben auf dem Markt zehn Tilapien gekauft. 14 Tage spaeter, hatten wir 453 junge Tilapien. Wir haben sie spaeter beim umsetzen gezaehlt. Jetzt bin ich Tilapienzuechter geworden. Die Jungfische sind jetzt zweieinhalb Monate alt und die groessten ca. 8 cm, die kleinsten 6 cm. gross. Ich bin gerade dabei, zwei weitere Becken, 2,0m auf 1,20m zu bauen und moechte diese als Aquaponik Anlage betreiben. Nocheinmal vielen Dank fuer Ihre Anregungen, wenn es soweit ist, werde ich Ihnen berichten. Viele Gruesse von den Philippinen Rudolf Graf

    1. Guten Tag Herr Graf

      Wir wohnen auch in den Philippinen.Und zwar auf der Insel BOHOL in Larapan Jagna.Wir haben auch noch eine kleine Farm, und würden da gerne Tilapia und Gemüse züchten. Wir würden uns freuen mit euch in Kontackt zu treten. Azf eine Antwort würden wir uns freuen.
      Herzliche Grüsse aus Larapan
      Hans und angelina

  7. Hallo Hr. Senfberg,

    Tolle HP, muss man schon sagen.

    Ich bin derzeit in der Planung einer Aquaponicsanlage mit einem 1000l IBC Container

    In den nächsten Tagen oder Wochen möchte ich mit der Anschaffung weniger Wochen alter Fische (10-15 Stück) für das Winterquatier beginnen damit sie im nächsten Oktober direkt aus der Anlage “geerntet” werden können.

    Wie sieht eigentlich das Winterquartier der Fische aus? Vorallem würde mich die Größe des Beckens und der Zuwachs im Winter interessieren.

    LG aus Österreich
    Klaus K

    1. hallihallo, klaus k,
      leider schreibst du nicht- was für fische das sind: danach richtet sich aber das Szenarium des Winterquartiers.
      der beitrag ist zwar alt – aber dennoch hier eine antwort dazu:
      einheimische fische überwintern draussen – oder unbeheizt, kühl- wenn nur entsprechend viel wasser da ist, sauerstoff- und, wie bei pflanzen mit etwas weniger gefüttert wird.
      forellen z.b. macht die kälte nichts aus: sie suchen sich eisfreies und tun so, als wäre kein winter da!
      karpfenfische genauso!
      der Stoffwechsel ist dann etwas runtergefahren.

      anders sieht es bei tropischen fischen aus: die kann man nur in wärmere räume umquartieren, was ich ehrlich gesagt nicht so toll finde: ich würde das ganze, wie ein Frühbeet- mit doppelwandung (innen-und aussenwand- dazwischen warmluft) abschotten.

      ist es eine aqua-ponik-anlage- so hast du das Problem, dass der Bereich der fisch-scheisse nicht genutzt werden kann- um die schadstoff-frachten aus dem wasser zu nutzen.
      hast du aber ein normales grow-bett, in form eines feldartigen, normalen bodens- dann würde ich das den winter über als filter benutzen.
      das kommt immer auf die jeweilige anlagengestaltung an!
      alternativ wäre, dass man den winter über- über ein erweitertes „Frühbeet“, wie oben beschrieben- dass man selbst aus billigen Dachlatten, unterkonstruktionslatten- oder schlicht und einfach aus Bauholz selbst bauen kann – eine art Gewächshaus mit doppelwandung baut.
      wichtig ist die trennschicht aus luft, wo man ein wenig warmluft- zur Erzeugung einer Thermik, die vor zuviel kälte schützt – vorsieht!
      dann erwärmt sich auch der Innenraum moderat- und einiges an pflanzen-Kulturen geht auch dann noch.

      die Verwendung von dickeren bauplanen oder baufolien- durchsichtig- ist hier kein muss, aber ein guter und lange haltbarer ersatz für glas, dass ja sehr teuer ist – oder Kunststoffe, die auch eher teuer sind!
      die Wahl wäre dann, dass man ein konstruktionsgerüst erstellt, dass ähnlich, wie ein Fensterrahmen – oder besser, wie ein stickrahmen- die folien-Elemente einklemmen kann.
      solch ein primitiver aber effektiver rahmen – ermöglicht das austauschend er Folien durch simples klemmen, verspannen.

      ein geschickter bastler – aber auch ein unbedarfter- kriegst das eher richtigst und einfachst hin!

      die Wahl der Konstruktion wäre wegen der wind-und schneelast- besser gewählt, wenn man sich Tonnengewölbe orientiert- also ein elliptisches etwas konstruiert.
      auch Dachlatten, unterkonstruktionslatten lassen sich biegen, wenn man sie versucht astfrei zu halten (bei der Auswahl aussuchen- größere äste vermeiden, da es da leicht bricht..) und vor dem biegen mit wasser wässert.
      das geschicht einfachst, indem man steine zu einer wanne auslegt- darüber eine Folie legt – wasser einfüllt und die unterkonstruktionsleisten da reinlegt.
      sind sie gewässert- kann man sie entweder durch eine Vorrichtung, die man selbst bauen kann- aus Klötzchen (bei immer wiederkehrenden gleichen Biegungen ist das sinnvoll!) oder halt durch spannen mit einer schnurr erzeugen kann (spanngurte mit ratsche- gibt es billigst und brauchbar!)
      man baut also- hallenartig eine grundkonstrukt- erst die bögen, dann nach und nach das verstreben- und dann zumn schluss das einsetzen der Spannrahmen mit den Folien!
      für weniger als hundert euro – oder ein paar hundert euro ist man dabei- je nach größe und Konstruktion!

      das macht sinn- denn auch im winter wird gegessen: da hört man nicht, wie Ötzi auf zu essen und macht gletscher-mumien-schlaf!
      um irgendwann wieder vielleicht zu essen ! 🙂
      oder nicht!
      wichtig ist auf jeden fall etwas zu erzeugen- egal, ob groß oder klein – um den Zyklus der anlage nicht zu unterbrechen- sondern gegebenenfalls nur leicht herunterzufahren!

      hoffe mal- dass meine tips hier weiterhelfen!

      greetzzi from bärlin
      from
      froggy

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